Gottesdienst

„Zu Gottes Lob und Ehre“.

Leidenschaftlich: Kantor Uwe Krause dirigiert seit 40 Jahren erfolgreich den Posaunenchor der Markus-Kirchengemeinde

Und dabei sollen die regelmäßigen Proben nicht unerwähnt bleiben.

Stefan Küchler, Landeskirchenmusikdirektor

Festlicher Pfingstgottesdienst mit Feier zu 70 Jahren Posaunenchor und 40 Dienstjahren von Kantor Uwe Krause.

Es kommt nicht so oft vor, dass die Zeitung über einen Gottesdienst berichtet. Aber dieses Mal ist vieles anders: Die Predigt von Pfarrer Jörg Wiegand zu Pfingsten, der 70. Geburtstag des Posaunenchors der Markusgemeinde Butzbach und das 40. Dienstjubiläum von Kantor Uwe Krause.

Foto: rf

Was würde Jesus tun? Pfarrer Wiegand brach mit dieser Frage die für den Laien eher abstrakte Bedeutung des Pfingstfestes auf unseren Alltag herunter: „Pfingsten ist das Fest der Geistausgießung. Die Jünger werden von Gottes Geist begeistert und hinausgeführt. Sie verkündigen Jesu Botschaft, seine Liebe, seine Barmherzigkeit und seine Auferstehung.“
Mit der Frage, was würde Jesus tun, konfrontierte Wiegand die Gottesdienstbesucher mit dem „Obdachlosen in der Fußgängerzone, der Rentnerin im Sozialkaufhaus, die von der Tafel und der Kleiderkammer leben muss, weil sie nach einem langen Arbeitsleben im Niedriglohnsektor keine auskömmliche Rente bekommt.“ Er erinnerte an die ermordeten Kinder und Erwachsenen vom 7. Oktober 2023 und die in der Folge durch Bomben und Hunger ums Leben gekommenen Menschen im Gaza-Streifen.
Was würde Jesus tun? „Es könnte die Frage sein,“ so Wiegand in seiner Predigt, „die uns alle wieder zurück auf den Weg Jesu leiten kann, sich von ihm inspirieren zu lassen.“ Mancher Gottesdienstbesucher dürfe bereichert nach Hause gegangen sein: „Gehen wir im Geist Jesus voran, wird es die richtge Richtung sein.“
Dazu passt es, in diesem Gottesdienst den Geburtstag des Posaunenchores zu feiern, denn, so Anne Wirt, stellvertretende Dekanin des Evangelischen Dekanats Wetterau und zuständig für Kirchenmusik, in ihrer Begrüßungsansprache, „Pfingsten ist das Fest des Atems Gottes.“ Und mit dem spielen die Bläser und Bläserinnen seit sieben Jahrzehnten bei zahlreichen Weihnachtsgottesdienste, dem Kurrendeblasen im Advent, festlichen Jubiläen, zum Jahresbeginn in Friedberg und Butzbach, bei Ostergottesdiensten, bei Konfirmationen, zu Himmelfahrt, bei den immer beliebter werdende Open Air-Gottesdiensten auf dem Kirchplatz, dem Erntedankfest, dem Reformationsgottesdienst in Friedberg – „da kommt so einiges zusammen, und damit ist noch nicht mal alles erwähnt,“ führte Stefan Küchler, Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, in seiner Laudatio die Anlässe auf, zu denen der Posaunenchor regelmäßig spielt. „Und dabei sollen die regelmäßigen Proben nicht unerwähnt bleiben.“ So würde Kirche sicht- und hörbar auch jenseits der Kirchenmauern.

Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Stefan Küchler, gratuliert Kantor Uwe Krause zu seinem Dienstjubiläum – Foto: rf

Von diesen sieben Jahrzehnten leitete (und leitet ihn noch heute) Kantor Uwe Krause das Orchester vier Jahrzehnte. „Mit wachem Blick und großer Neugier hast Du nicht nur das Repertoire des Posaunenchors erweitert. Du hast Dich persönlich dafür erfolgreich eingesetzt, dass die Markuskirche über zwei hochwertige und klanglich ganz unterschiedliche Orgeln verfügt und damit eine unverwechselbare Orgellandschaft geschaffen,“ würdigte Küchler die Leistungen des Jubilars. Als Rundfunkbeauftragter sei er unverzichtbar geworden für die musikalische Gestaltung der Rundfunkgottesdienste der Landeskirche. „Es war mir stets eine große Freude und ist es nach wie vor, mit Dir über so lange Zeit zusammengearbeitet zu haben.“

Kirchenvorstand Evangelische Markus-Kirchengemeinde Butzbach, Horst Kretschi, bedankte sich persönlich bei Uwe Krause und dem Posaunenchor: „Ich freue mich jedes Mal, an dieser Musik teilhaben zu können, auch wenn ich selbst gar kein Instrument spiele.“
Für Uwe Krause seien Richtschnur und Antrieb gewesen, „zu Gottes Lob und Ehre zu musizieren.“

Vorstehende Presseveröffentlichung inkl. Bildern wurde freundlicherweise von Rüdiger Fanslau bereitgestellt.